Ev.-Luth. Kirchengemeinde
Hamberge

Arbeitsweise des Kirchengemeinderates

Im Abstand von maximal sechs Wochen finden nichtöffentliche Sitzungen im Gemeindehaus in Klein Wesenberg statt.

Für alle Gemeindemitglieder gibt es jederzeit die Möglichkeit des Kontakts über das Kirchenbüro persönlich, per Telefon oder per Email. Gerne dürfen auch Anliegen angetragen werden, die in den Sitzungen besprochen, abgestimmt bzw. bearbeitet werden sollen.

Die Zusammenarbeit mit den einzelnen Gemeindemitgliedern wird durch eine jährliche Gemeindeversammlung gefördert.

Wie ich vielleicht durch Martin Luther Pastor geworden bin

Geboren wurde ich in Wittenberg an der Elbe. In dieser kleinen Stadt hat 1517, genau vor 500 Jahren, Martin Luther seine Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht und damit den Beginn der Reformation ausgelöst. In der Stadtkirche wurden nicht nur die Kinder aller Wittenberger Reformatoren getauft, im gleichen Taufbecken erfolgte auch meine Taufe.  Wie oft ich bisher an der Thesentür vorbei gegangen bin und wie oft ich in der Stadtkirche, im Lutherhaus oder Melanchthonhaus war, weiß ich nicht mehr.

Nach meinem Schulabschluss lernte ich Mess- und Regelungstechniker, absolvierte den Wehrdienst und machte an der Abendschule mein Abitur, 1975 begann ich an der Universität in Greifswald Theologie zu studieren. Nach fünf Semestern wechselte ich dann an die kirchliche Hochschule in Erfurt. Sie befand sich in jenem Augustinerkloster, wo Martin Luther seit 1505 als Mönch lebte und zwei Jahre später zum Priester geweiht wurde. Nach dem ersten Theologischen Examen 1980 arbeitete ich unweit von Stotternheim, jenem Ort, wo Martin Luther ein schweres Gewitter erlebte, als Pfarrassistent in der Kirchengemeinde Vippachedelhausen.

Zur Vorbereitung auf das zweite Theologische Examen war ich über 300 Tage in Eisenach im Predigerseminar. Und dabei oft auf der Wartburg. Immer wieder war ich ganz nahe auf Luthers Spuren, so bin ich wohl Pastor geworden. Zum 500. Geburtstag von Martin Luther wurde ich zum Pfarrer ordiniert blieb bis 1993 in Thüringen. Neben der Gemeindearbeit kamen zusätzliche Ausbildungen und Aufgaben. Nach einer weiteren Seelsorgeausbildung arbeitete ich auch als Krankenhauspfarrer und leitete die Beratungsstelle im Kirchenkreis. Auch für die Mitarbeiter des kirchlichen Bauhofes war ich zuständig. Nach dem Fall der Mauer wurde ich zusätzlich zum Religionslehrer am Gymnasium ausgebildet. Nebenbei moderierte ich in einer nahen Kaserne den Runden Tisch.

Luther ist aber nicht zur See gefahren

In meiner neuen Aufgabe ab Herbst 1993 als Marinepastor war der wochenlange Aufenthalt an Bord von Booten und Schiffen selbstverständlich. Während die Familie allein klar kommen musste bin ich über 650 Tage mit zur See gefahren. Vor allem auf dem Segelschulschiff Gorch Fock, bei der U-Boot-Flottille und den Waffentauchern. Selbstverständlich bin ich auch auf U-Booten mitgefahren. Einmal, das war im Nordatlantik auf 100 Meter Wassertiefe kam ich der Titanic schon ganz nahe. Zuständig war ich auch für die maritime Sportfördergruppe. Da konnte ich sogar einen Marathon bei den Marines in Washington mitlaufen. In der Marinezeit habe ich weitere Zusatzausbildungen absolviert und in Kiel in der Krisenintervention und Notfallseelsorge mitgearbeitet. Dazu war ich Pressereferent und Stellvertreter des Marinedekans. An vielen Wochenenden war ich mit Gruppen auf Luthers Spuren unterwegs in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Nach zwölf Jahren bei der Marine musste ich mir eine neue Pfarrstelle suchen. Das war nicht ganz einfach. Im Mai 2008 kam ich als Pastor in die Kirchengemeinden Klein Wesenberg und Hamberge. Während die Hamberger Geschichte stark mit Lübeck verbunden ist begegnete mir in der Klein Wesenberger Kirche Martin Luther. Genau in Höhe der Kanzel ist seit 1923 ein Buntglasfenster eingebaut, das Luther vor dem Reichstag in Worms zeigt und daran erinnern soll, das der Pastor immer Gottes Wort predigen soll und nicht wie oft gewünscht den Leuten zum Gefallen. Ein weiteres kleines Buntglasfenster zeigen die Worte Luthers: „Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica, damit man viel Anfechtungen und böse Gedanken vertreibt.“

Bild: Pastor Erhard Graf

Da die Kirchengemeinde Hamberge nur 750 Mitglieder hat, gibt es keine eigene Pfarrstelle. Für den zuständigen Pastor sind nur einige Arbeitsstunden anteilig vorgesehen.

Sie erreichen mich über das Kirchenbüro oder direkt unter der Telefonnummer +49 (0)4533 5551 (mit Anrufbeantworter).

Oder schreiben Sie mir eine E-Mail über unser Kontaktformular oder direkt an travepastor@gmail.com

Als Pastor bin ich von Amts wegen mit Sitz und einer Stimme gesetztes Mitglied im Kirchengemeinderat.